Tagestipps im Radio

Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Alleskönner Stammzellen Ermöglichen sie künstliches Leben? Von Daniela Remus . Künstliche Organe, Mini-Gehirne und embryoähnliche Gewebestrukturen, das alles herzustellen ist heutzutage möglich. Und Jahr für Jahr entwickeln die Forschenden mehr "lebendige" Produkte, die über Jahrtausende undenkbar waren. Möglich geworden ist das 2006. Damals gelang es dem japanischen Forscher Shinya Yamanaka Körperzellen so umzuprogrammieren, dass sie zu entwicklungsfähigen Stammzellen wurden. Und sich deshalb, ähnlich den embryonalen Stammzellen, zu jeder Zelle eines Körpers entwickeln können. Diese Entdeckung revolutionierte die medizinische Forschung und lässt die regenerative Medizin seither Durchbruch auf Durchbruch vermelden: Ob Netzhautzellen, Mini-Därme oder Mini-Lebern, nichts scheint unmöglich. Und seit es Forschenden gelungen ist, embryoähnliche Gewebestrukturen zu züchten, denken nicht wenige über die ethischen Grenzen künstlichen Lebens nach. Redaktion: Thomas Morawetz

Donnerstag 19:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - KlassikPlus

Musiktheater der DDR (1) Musiktheater in der DDR oder "Oper ist, wenn jemand erstochen wird und statt zu bluten, zu singen anfängt!" Von Bettina Volksdorf und Matthias Käther Kleines Land - große Leidenschaft! Rund siebzehn Millionen Einwohner hatte die DDR, viele davon waren kulturbegeistert. Der Staatspartei SED war es wichtig, den Massen auch die sogenannte Hoch-Kultur nahe zu bringen, denn der gebildete Arbeiter konnte ihrem Verständnis nach besser am Aufbau des Sozialismus teilhaben. Also ließ sich die DDR-Führung auch das Musik-Theater einiges kosten. Zuweilen wurde an 50 Bühnen singend, spielend und tanzend gehofft, geliebt und gemordet! Der Slogan "Du hast ein Recht auf ein Anrecht" zog ein Millionen-Publikum an, zumal die staatlich-gestützten Theaterkarten ein Schnäppchen waren. Bei all dem hatten sich Künstler und Intendanten ideologischen Vorgaben unterzuordnen. Eingedenk dieser Widersprüche gedieh in den 40 Jahren des Bestehens der DDR eine Musiktheater-Szene, die einerseits ideologisch-und künstlerisch angepasst, andererseits widerständig und kreativ war: Theater mit Anspruch und "doppeltem Boden"! In ihrer zweiteiligen Sendung gehen Bettina Volksdorf und Matthias Käther der Frage nach, wie vier Jahrzehnte DDR Musiktheater die Szene geprägt haben und was davon heute noch relevant ist.

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Das Märchen von der bösen "Schulmedizin" Esoterische Verschwörungserzählungen im Gesundheitsbereich Von Katharina Nocun Esoterik-Anbieter schüren Ängste vor einer vermeintlichen Verschwörung in Medizin und Wissenschaft und machen damit Kasse.

Donnerstag 20:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub ÜberPop

50 Jahre NEU! Von Olaf Maikopf Nach sechs Monaten bei Kraftwerk gründeten Gitarrist Michael Rother und Schlagzeuger Klaus Dinger im August 1971 die Gruppe NEU!. Ende des Jahres erschien auf dem Label Brain ihr erstes Album, schlicht "NEU!" genannt. Das weiße Cover, darauf lediglich das knallig orangefarbene Wort NEU!, wie bei einer Werbung für ein neues Produkt, war damals absolut ungewöhnlich. Der Inhalt dieser Hülle, die Musik auf der schwarzen Scheibe, war tatsächlich grundlegend neu, verband auf flirrende Weise Space Rock, Psychedelia, mechanische Beats und sogar einen Vorgeschmack auf so etwas wie Disco. So schufen Dinger und Rother aus dem Stand ihre eigene Lesart angloamerikanischer Rockmusik. Das ist jetzt 50 Jahre her. Nun erscheint auf Grönland Records, dem Label von Herbert Grönemeyer, eine opulent ausgestattete Jubiläums-LP- und CD-Box, die die ersten drei Alben von NEU!, bzw. in der CD-Box alle vier Alben, plus zwei Tribut-Platten mit Reworks oder Remixen von NEU!-Stücken, die zehn internationale und so grundverschiedene Künstler wie Fink, The National, Mogwai, Yann Tiersen, Alexis Taylor oder They Hate Change kreierten. Michael Rother erinnert sich im Gespräch mit Olaf Maikopf an die drei Alben umfassende Geschichte von NEU!.

Donnerstag 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Musikpassagen

Glamour und Interaktion - Der Saxofonist und Entertainer Alabaster dePlume Von Frank Sawatzki Als "akustisches Stärkungsmittel für unruhige Zeiten" bewarb das Label International Anthem einmal ein Album des Briten Alabaster dePlume, bürgerlich Gus Fairbairn. Der Saxofon-Autodidakt, Komponist, Sänger und Dichter veröffentlicht eine sanfte, oft cineastisch angelegte Instrumentalmusik, die sich aus Jazz, Folk, Ambient und elektronischen Versatzstücken speist. Er legt als Entertainer ein zauberhaftes Ermächtigungsprogramm für alle Beteiligten auf: "Don"t forget, you"re precious".

Donnerstag 21:00 Uhr Radio Blau

The Love Hour

Jacqueline Boom-Boom ist eine Leipziger Künstlerin und in kurzer Zeit so etwas wie ein Original unserer Stadt geworden. Nicht nur mit Performances und Auftritten strahlt Jackie die ultimative Message von Liebe aus, sondern auch mit den Radiosendungen "The Love Hour", "Tanz mit Jackie" und "Jackie Reveals". Immer geht es um Zuneigung durch Musik, Inspiration durch Menschen, Licht, Freude, Leidenschaft und alle anderen verrückten Aspekte der Gefühlswelt.

Donnerstag 23:00 Uhr rbb Kultur

The Voice

Moderation: Susanne Papawassiliu Iron and Wine Iron and Wine  Unter diesem Namen macht der amerikanische Singer Songwriter Sam Beam seit einigen Jahren Musik. Einfühlsam, intim. Hin und wieder spielt er zusammen mit der amerikanischen Band Calexico. Aufgewachsen im amerikanischen Bible Belt hat er sich zwar von den strikten religiösen Ansichten seiner Kindheit gelöst und ist Agnostiker, aber dass es da was Größeres in unserem Leben gibt, das manche Gott nennen, das bezweifelt er nicht.

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Palma Ars Acustica 2022 Once Enea stuck an apple seed to my ear Von Elia Moretti Libretto: Elia Moretti, Lore Lixenberg, Tereza Havelkova Mit: Lore Lixenberg (Stimme), Tomás Vtípil (Violoine und Stimme), Renata Raková (Klarinette), Václav Kalivoda (Posaune), Pierre Louis Barge (Tuba, Perkussion), Jakub 0vejnar (Perkussion), Václav 0afka (Perkussion), Elia Moretti (Perkussion) Produktion: Tschechischer Rundfunk 2021 Länge: 47"07 Wie können wir uns beim Hören selbst zuhören? Der Komponist Elia Moretti inszeniert das Radiohören als Alltagspraxis mit philosphischem Tiefgang. Spielerisch führt er die Hörerinnen und Hörer in eine akustische Selbstvergewisserung. "Radio schafft Intimität ohne Nähe", sagt der italienische Komponist Elia Moretti. Deshalb nutzt er das Radio als Instrument für ein Hörexperiment: Er dirigiert unsere Ohren bei ihrer Wahrnehmung der Situation, in der wir uns jeweils befinden. So wird das scheinbar passive Hören zu einer aktiven Handlung. Es entsteht ein neuer Zugang zur Realität und zu den Klängen des Alltags. "Once Enea stuck an apple seed to my ear" wurde 2022 mit dem Palma Ars Acustica der European Broadcasting Union ausgezeichnet. Elia Moretti, geboren 1986 in Mailand, ist Performer, Komponist, Perkussionist und Forscher mit Schwerpunkt kulturelle Anthropologie und akustische Ökologie. Er untersucht die Klänge von Performance- und Theaterpraxis und arbeitet regelmäßig mit Tänzern, Theatergruppen und Bildenden Künstlerinnen. Klangkunst: Palma Ars Acustica 2022 Once Enea stuck an apple seed to my ear

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