Features im Radio

Features

Samstag 08:05 Uhr BR-Heimat

Bayerisches Feuilleton

Sport ist Wort Literaten und ihre Leibesübungen Von Thomas Grasberger Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 . Literatur und Sport passen nicht zusammen. Behauptet zumindest ein altes Vorurteil, das freilich längst widerlegt ist. Denn seit sich der Sport im 20. Jahrhundert zu einer Kulturtechnik entwickelt hat, die unsere Lebenswelten ganz wesentlich mitprägt, sind Sportlerinnen und Sportler zu Repräsentanten des modernen Menschentyps geworden. Und dafür interessiert sich selbstverständlich auch die Literatur. Schwimmen, Boxen, Rudern, Laufen, Fußball, Wasserball oder Tennis - alle möglichen Disziplinen haben Einzug gehalten in die Welt des Wortes, sind Gegenstand von Romanen geworden, von Gedichten und Theaterstücken. Aber nicht nur als Zuschauer ließen und lassen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller von der Kunst der Bewegung und der Intelligenz der Körper inspirieren. Viele greifen selbst zum Schläger, schnüren die Lauf- oder Boxhandschuhe, steigen auf Berge und Bretter oder stürzen sich gleich direkt ins Wasser. Thomas Grasberger schaut in seinem Feature genau hin, welche Leibesübungen die Literaten und Literatinnen von einst und heute besonders begeistern und wie der Sport ihre Texte prägt(e). Denn Sport wird immer auch Wort, wenn ihn gestandene Autorinnen und Autoren betreiben. (BR 2022)

Samstag 08:05 Uhr Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Sport ist Wort Literaten und ihre Leibesübungen Von Thomas Grasberger Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 . Literatur und Sport passen nicht zusammen. Behauptet zumindest ein altes Vorurteil, das freilich längst widerlegt ist. Denn seit sich der Sport im 20. Jahrhundert zu einer Kulturtechnik entwickelt hat, die unsere Lebenswelten ganz wesentlich mitprägt, sind Sportlerinnen und Sportler zu Repräsentanten des modernen Menschentyps geworden. Und dafür interessiert sich selbstverständlich auch die Literatur. Schwimmen, Boxen, Rudern, Laufen, Fußball, Wasserball oder Tennis - alle möglichen Disziplinen haben Einzug gehalten in die Welt des Wortes, sind Gegenstand von Romanen geworden, von Gedichten und Theaterstücken. Aber nicht nur als Zuschauer ließen und lassen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller von der Kunst der Bewegung und der Intelligenz der Körper inspirieren. Viele greifen selbst zum Schläger, schnüren die Lauf- oder Boxhandschuhe, steigen auf Berge und Bretter oder stürzen sich gleich direkt ins Wasser. Thomas Grasberger schaut in seinem Feature genau hin, welche Leibesübungen die Literaten und Literatinnen von einst und heute besonders begeistern und wie der Sport ihre Texte prägt(e). Denn Sport wird immer auch Wort, wenn ihn gestandene Autorinnen und Autoren betreiben. (BR 2022)

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

Seit 15 Jahren setzt sich die Ärztin für Frauen aus afrikanischen und arabischen Communities in Österreich ein. Umyma El Jelede vermittelt zwischen Fronten mit Geduld, Empathie und erstaunlich kreativen Strategien. Geboren im Sudan studiert Umyma El Jelede Medizin in Lybien, die Chirurgie wird ihr Fachgebiet. Zurück in ihrer Heimat hat sich die politische Situation für ihre Familie dramatisch verschärft. 2004 beschließt sie, zu fliehen. Ihre Mutter kann sie mitnehmen, der Vater bleibt im Gefängnis zurück, ihn wird sie nie wiedersehen. Ein Caritasheim in Wien Favoriten wird das neue Zuhause der beiden Frauen, drei Jahre später erhalten sie Asyl in Österreich. Endlich darf Umyma El Jelede arbeiten, nicht als Ärztin - das Nostrifizierungsverfahren läuft noch - aber ihr medizinisches und kulturelles Fachwissen wird dringend gebraucht. Für das österreichische Frauengesundheitszentrum FEM Süd soll die sudanesische Ärztin Frauen aus afrikanischen und arabischen Communities in ihren Muttersprachen beraten - mit Schwerpunkt auf weiblicher Genitalverstümmelung (FGM, Female Genital Mutilation). "Es sind die Stimmen, die man nie hört," sagt Umyma El Jelede. Denn diese Frauen stehen oft zwischen zwei Fronten: Einerseits erwartet ihre eigene Community von ihnen die Beschneidung, andererseits verurteilt die westliche Gesellschaft diese Praxis als Verstümmelung und schwere Menschenrechtsverletzung. "Das ist meine wirkliche Herausforderung, es ist wie tanzen mit zwei verschiedenen Schuhen. Aber elegant tanzen, sonst geht die Tür zu!" Seit 15 Jahren vermittelt Umyma El Jelede zwischen diesen Fronten mit Geduld, Empathie und erstaunlich kreativen Strategien. "Es sind die Stimmen, die man nie hört," sagt Umyma El Jelede über die Frauen ihrer Community und: "Es ist wichtig, dass wir mit der österreichischen Gesellschaft reden, ggegenseitige Vorurteile verlieren und Gemeinsamkeiten entdecken können. Ohne Tabu." Doktor Umyma´s Tanz Eine Wiener Ärztin aus dem Sudan Feature von Christine Pramhas

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit

Furcht vor Covid und Klimawandel - Motoren der Migration in Lateinamerika von Andreas Boueke

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Vorwurf Antisemitismus Vom Umgang mit einem scharfen Schwert Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog Wiederholung: So. 15.04 Uhr Produktion: WDR 2022

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Kann Geoengineering den Klimawandel stoppen? Von Max Lebsanft BR 2021 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr . Der Klimawandel lässt Inseln untergehen, Berghänge abrutschen und Bäume sterben. Außer schöne Worte hat die Menschheit ihm bisher wenig entgegenzusetzen. Von einer notwendigen radikalen Senkung des CO2-Ausstoßes sind wir weit entfernt. Geoengineering könnte helfen, das Klima zu schützen. Tausende Sonnenschirme im Weltall aufzuspannen klingt wahnwitzig, aber inzwischen werden solche Maßnahmen ernsthaft erforscht. Andere Technologien sind noch weiter, Forscher testen sie bereits. In diesem radioFeature geht es um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und um die Chancen von Geoengineering. Die Forscher müssen aber auch Risiken abwägen. Viele Menschen fragen sich, ob es gut gehen kann, wenn wir zum Beispiel Schwefeldioxid in die Atmosphäre injizieren oder tonnenweise Steinstaub in die Ozeane kippen. In Experimenten versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was die Folgen von solchen Maßnahmen sind: Sonnenschirme für die Erde.

Samstag 14:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Die Frau in Schwarz Die Chansonniere Barbara Von JeanClaude Kuner Mit Jeanne Balibar, Jutta Hoffmann, Anne Müller, Christoph Gawenda Regie: JeanClaude Kuner Barbara, eigentlich Monique Serf, hat mit ihrer schönen Stimme und eingängigen Melodien von der Liebe gesungen. Von Liebeskummer und Trennung. Von Einsamkeit und Verlust. Sie sprach in ihren poetischen Songtexten dabei immer auch von sich und ihrem Leben. Das machte sie zur Identifikationsfigur eines Millionenpublikums, das sie in Frankreich bis heute verehrt. Auch nach ihrem Tod 1997 werden ihre Lieder weiterhin gesungen. Sie inspiriert junge Künstler weltweit. Ihrer Lied Poesie, ihrem ungewöhnlichen Altruismus und sozialen Engagement liegen jedoch zwei Traumata in der Kindheit zu Grunde, über die sie erst am Ende ihres Lebens ausführlich gesprochen hat. Ihr Leben im Versteck als jüdisches Kind während des zweiten Weltkriegs und die belastete Beziehung zu ihrem Vater, der sie als junges Mädchen sexuell missbrauchte.

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Das Musik-Feature

Von Engeln und Mutanten Wie sich Kinderstimmen gesund entwickeln Von Susanna Felix Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Gesang berührt unsere Seele, der von Kindern ganz besonders. Schwebt doch über diesen Stimmen der Zauber der Vergänglichkeit. Gerade den Knaben bleiben oft nur wenige Jahre bis zur Mutation. Dann verwandeln sich ihre hohen Engelsstimmen in die von Männern. Und das geschieht immer eher. Denn heute kommen die Kinder deutlich früher in die Pubertät als zu Bachs Zeiten. Das hat spürbare Konsequenzen - besonders für die Arbeit in professionellen Knabenchören. Allerdings haben auch Mädchen so etwas Ähnliches wie einen kleinen Stimmbruch. Warum sind manche Kinder eigentlich scheinbar geborene Sänger, während andere keinen Ton treffen? Sind die kleinen "Brummer" hoffnungslose Fälle? Wie arbeiten professionelle Kinderchöre? Und was ist das Geheimnis einer guten Stimmbildung? Auch in Kitas, Kindergärten und Grundschulen wird viel mit Kindern gesungen. Eine erfreuliche Entwicklung! Und doch gilt es einiges dabei zu beachten. Sonst können die jungen Stimmen schon früh Schaden nehmen ...

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Reihe: Wirklichkeit im Radio Im Zustand der leeren Depression Geschichte einer Vergewaltigung Von Rosvita Krausz Regie: Carola Preuß Mit: Christa Rossenbach und Hans-Peter Bögel Produktion: SDR 1980 Länge: 54"30 Eine Vergewaltigung. Täter und Opfer haben sich zuvor nicht gekannt. Die Autorin erzählt beide Lebenswege. Auch über 40 Jahre nach der Produktion beeindruckt der genaue Blick dieses Features. Die Autorin beschreibt, ausgehend von ausführlichen Interviews, die Geschichte einer Vergewaltigung aus den Perspektiven des Täters und des Opfers, einer 17-jährigen Schülerin, beide im O-Ton (die Namen sind geändert). Gutachter war damals der heute noch bekannte Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch. Vom Täter hören wir, wie er die Tat geplant hat und wie sein Lebensweg vorher war. Er berichtet von Gefängnisaufenthalten, Kindheits- und Jugenderlebnissen: Sexualität sei für ihn immer eine Mischung aus Lust und Gewalt gewesen, verbunden mit Schuldgefühlen. Die Schülerin erzählt, wie die Gewalttat weitergewirkt hat. Sie berichtet von Depressionen und nächtlichen Panikgefühlen, von misstrauischen bis feindlichen Reaktionen der Eltern und der sonstigen Umgebung. Von der Gerichtsverhandlung sagt sie, sie hatte das Gefühl, dass ihre Schilderung "eine gewisse Wollust bereitete". Ein in allen Facetten dargestellter Fall, dessen Aufarbeitung bis heute exemplarisch ist. Rosvita Krausz (1945-2021), geboren in Potsdam, lebte und arbeitet in Hamburg. Die Features und Hörspiele der Hörfunkjournalistin erzählen oft von Außenseitern, Grenzgängern und Traumatisierten. Zuletzt: "Das vergiftete Glück - Depressionen nach der Geburt" (Deutschlandfunk 2021). Reihe: Wirklichkeit im Radio Im Zustand der leeren Depression

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