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Donnerstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Enge in der Stadt Alltag und Gesundheit Soziale Folgen der Klimakrise Die unsichtbaren Opfer Das Kalenderblatt 29.9.1872 Auf geht"s beim Schichtl Von Simon Demmelhuber . Enge in der Stadt - Alltag und Gesundheit Autor: Lukas Grasberger / Regie: Eva Demmelhuber Es sind beunruhigende Zahlen, die der Berliner Psychiater Mazda Adli zur Gesundheit des Stadtlebens zitiert: Das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, ist in Städten doppelt so hoch wie auf dem Land. Auch Depressionen kommen in urbanen Gebieten deutlich häufiger vor. Macht die Stadt also seelisch krank? Wissenschaftler weltweit widmen sich mittlerweile dieser Frage, die an Relevanz gewinnt: 2030 werden Prognosen zufolge 5,2 Milliarden Menschen in Städten leben - eine Milliarde mehr als heute. Doch dafür, auf engem Raum aufeinanderzuhocken, ist der Mensch evolutionsbedingt nicht gemacht - seine Vorfahren haben sich über Millionen Jahre in Gruppen von 80 bis 140 Personen an das Leben in der Savanne angepasst. Ein Vielfaches dessen auf engem Raum führt zu sogenanntem "Dichte-Stress", der auf längere Sicht die Gesundheit gefährdet - umso mehr, als er mit sozialer Isolation einhergeht. Stadt- und Verkehrsplaner entwerfen mittlerweile urbane Räume, in denen sich Menschen trotzdem wohlfühlen können: mit deutlich mehr Grün, oder mit Barrieren gegen unerwünschte Nähe in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ob Städte als aufreibend erlebt werden - das hat indes auch damit zu tun, wie der individuelle Umgang mit Stressfaktoren gelingt: ob sich Stadtbewohner diesen ausgeliefert fühlen, oder ob es ihnen gelingt, sich die Stadt aktiv zu eigen zu machen. Erstsendung 1. April 2021 Soziale Folgen der Klimakrise - die unsichtbaren Opfer Autorin: Daniela Remus / Regie: Christiane Klenz Der Klimawandel ist ein globales Problem, daran führt kein Weg vorbei. Dennoch meinen viele, die Folgen der Erderwärmung beträfen uns in Europa nicht. Aber auch in den wohlhabenden Industriestaaten sind die Auswirkungen bereits jetzt spürbar. Jeder neue Hitze-Sommer verursacht gravierende gesundheitliche Probleme: Gerade ältere Menschen trinken oft zu wenig, können ihre Wohnungen nicht kühlen und sterben an Flüssigkeitsmangel. Andere verlieren durch Überflutungen und Starkregenereignisse ihre Wohnungen und Häuser, können sich Umzüge in geschützte Regionen nicht leisten. Und auch Landwirte und Landwirtinnen sind von dem Klimawandel betroffen: Sie ernten weniger, benötigen mehr Wasser für die Felder und brauchen mehr Geld, um ihre Produkte ausreichend zu kühlen. Deshalb warnen viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Der Klimawandel ist nicht nur eine Bedrohung für unsere Umwelt, sondern auch für den sozialen Frieden. Denn klar ist: Die Folgen treffen vor allem diejenigen, die sozial schon jetzt eher am Rande stehen. Moderation und Redaktion: Iska Schreglmann

Donnerstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Qualzucht Tierleid für menschliche Bedürfnisse Als das Tier zum Freund wurde Die Geschichte des Haustieres Das Kalenderblatt 29.9.1872 Auf geht"s beim Schichtl Von Simon Demmelhuber . Qualzucht - Tierleid für menschliche Bedürfnisse Autorin: Christiane Seiler / Regie: Silke Wolfrum Hunde, deren Nasen so flach sind, dass normales Atmen kaum möglich ist, Katzen ohne Fell und mit Hautekzemen, Fische, die nicht schwimmen können, Hühner, denen die Knochen brechen, Laborratten, die Krebsgeschwüre entwickeln - die Liste der zuchtbedingten Krankheiten unserer Haus- und Nutz- und Labortiere ist leider lang. Wie konnte es geschehen, dass Tiere, die in der Obhut des Menschen leben, solchen Leiden ausgesetzt werden? Eigentlich sollten Extremfälle zuchtbedingter Deformationen durch das Tierschutzgesetz geregelt werden, de facto aber ist es schwer, dem Problem beizukommen. Tierärzte setzen auf Aufklärung und Tierschutzaktivisten auf Abschreckung. Aber warum halten Menschen überhaupt Tiere, deren Leben zwangsläufig mit Leiden verbunden ist? Die Beschäftigung mit der Qualzucht stellt ganz allgemein unser Verhältnis zu Tieren auf den Prüfstand - zu den Tieren in unseren Wohnungen und den Tieren in unseren Ställen. Als das Tier zum Freund wurde - Die Geschichte des Haustieres Autorin: Silke Wolfrum / Regie: Rainer Schaller Die Beziehung zwischen Mensch und Tier hat sich stark gewandelt und ist heute äußerst facettenreich. Seit Menschen immer mehr in Städten leben, holen sie sich Tiere in die Stadt, um die Verbindung mit der Natur nicht gänzlich zu verlieren. Menagerien entstehen, Aquarien werden gebaut und ein eigenes Haustier zu besitzen wird en vogue. Was früher ein reines Nutzvieh war, wird nach und nach zum Freund und schließlich zum Familienmitglied. Heute schlafen Hunde und Katzen im Bett ihrer Besitzer, bekommen Postkarten aus dem Urlaub oder werden von dort angeskypt. Über den Tod eines Tieres zu trauern wie um einen Familienangehörigen ist nichts Ungewöhnliches. Seit wann ist unsere Beziehung zum Tier so emotional? Starkem Wandel sind auch Tierhaltung und Tiervorlieben unterzogen. Während lange Zeit der folgsame Hund gefragt war, ist es heute eher die freiheitsliebende Katze. Früher vegetierten Vögel und Fische in kleinen Käfigen und Gläsern vor sich hin, heute bietet man ihnen deutlich mehr Platz an. Was sind die Tiere für uns? Vorzeigeobjekt, Wissensquelle, Ehepartner, Kindersatz, Kontaktvermittler, ebenbürtiges Lebewesen ...? Erstsendung 8. Februar 2019 Moderation Yvonne Maier Redaktion Bernhard Kastner

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Das Märchen von der bösen "Schulmedizin" Esoterische Verschwörungserzählungen im Gesundheitsbereich Von Katharina Nocun Esoterik-Anbieter schüren Ängste vor einer vermeintlichen Verschwörung in Medizin und Wissenschaft und machen damit Kasse.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Kurzstrecke 126 Feature, Hörspiel, Klangkunst - Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Zusammenstellung: Marcus Gammel, Ingo Kottkamp und Johann Mittmann Produktion: Autor:innen/Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 56"30 (Ursendung) Wiederholung am 14.10.2022, 0.05 Uhr Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen freie Produktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke präsentieren wir: Happy Viel Glück Von Tobias Premper Democracy In Crazy Times Von Schülerinnen und Schüler der Lina-Morgenstern-Schule The City Von José Iges Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke Hörspiel, Feature und Klangkunst aus der freien Szene. Heute unter anderem mit einer Komposition aus den Sounds europäischer Städte. Radiokunst: Neue Autorenproduktionen Kurzstrecke 126

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